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Digitalisierung ist weit mehr als E-Mail und CNC

Digitale Welt im Schreinerhandwerk – wie saarländische Betriebe sich mithilfe von Weltmarktführer HOMAG für die Zukunft in der Produktion aufstellen. Manche Betriebe gehen aber bewusst auch andere Wege und setzen auf eigene Ideen.

Was haben Fußballvereine wie Bayern München, Borussia Dortmund oder Schalke 04 mit Wohnhandwerker-Betrieben wie der Zeiher GmbH in Klarenthal und den Schreinereien Johann in Theley oder Haas in Elm zu tun? Antwort: mehr als man denkt. Alle genannten versuchen den immer etwas schwammig anmutenden Megatrend „Digitalisierung“ sinnvoll mit Leben für ihren Bereich zu füllen. Denn nur wer sich verändert, wer erkennt, welche gigantischen Möglichkeiten neue Technik bietet, wird konkurrenzfähig bleiben und als Betrieb überleben können. Nicht heute, vielleicht aber morgen, gewiss übermorgen. Im Fußball, wie im Handwerk!

 

Und es wird bei Gesprächen mit Betriebsinhabern schnell klar, dass wir hier längst nicht nur über die Kommunikation via E-Mail oder den Einsatz von CNC-Maschinen in Schreinerbetrieben reden. Thomas Bauer, Inhaber der gleichnamigen Schreinerei in Lebach, etwa nennt ein markantes Beispiel, bei dem er eine Strategie und das dazugehörige Qualitätsmanagement auf den Punkt bringt: „Eine richtig gute und gepflegte Website bringt echte Kunden – garantiert!“ Sagt einer, der seinen Internetauftritt selbstbewusst unter „Premium- Schreiner“ laufen lässt.

 

Daniel Becker, angestellt als Schreinermeister in der Arbeitsvorbereitung bei der Schreinerei Zeiher in Saarbrücken-Klarenthal, geht da noch einen Schritt weiter, wenn er gefragt wird, welche Möglichkeiten die Digitalisierung für Betriebe wie Zeiher bringen wird: „Ich gehe fest davon aus, dass wir in ein paar Jahren dem Kunden seine Wünsche noch vor Ort visualisieren können. Stichwort Virtual-Reality-Brille.“ Es läuft alles darauf hinaus, wenn man sich den aktuellen Maschinenpark der Großschreinerei anschaut. „Mit den hier gebotenen Lösungen lässt sich im Büro und in der Werkstatt, vom Entwurf bis zum fertigen Möbelstück, nahezu alles mit einer Software erledigen.“ Daniel Becker sagt, man habe sich hier im Betrieb für „den Mercedes unter den Maschinen entschieden“ und fühle sich deshalb in puncto Digitalisierung bestens gerüstet. Seine Chefin, Geschäftsführerin Monika Dalheimer sieht im optimalen Zusammenspiel zwischen moderner Technik und persönlichem Einsatz – etwa bei der Kundenakquise – den Idealzustand: „Das Menschliche, gerade in Sachen Präsenz beim Kunden, bleibt unabdingbar und ist auch von der besten Technik nicht zu ersetzen.“ Freilich lässt sie nicht unerwähnt, dass man bei den Geschäftspartnern extrem gut punkten kann, wenn man dort nicht mit einer Handzeichnung wie früher, sondern mit einer 3DComputeranimation der gewünschten Ladeneinrichtung oder des zuvor verbal skizzierten Möbelstücks vorstellig wird.

 

Bei der Schreinerei Johann in Theley setzt man ebenfalls weitgehend auf einen vernetzten Maschinenpark der Marke HOMAG, profitiert allerdings bei der Kundengewinnung sehr häufig noch von den rasch und vor Ort ausgeführten Ideenskizzen von Senior-Chef Manfred Johann: „Wir hatten kürzlich wieder eine Anfrage für eine Küche. Im Gespräch mit dem Kunden wurde schnell klar, wohin die Reise geht, dann habe ich mich kurz hingesetzt und das Besprochene auf Papier gebracht. Der Kunde war begeistert und wir konnten gleich erste Änderungen besprechen, noch bevor das Ganze in eine Computerzeichnung umgewandelt wurde. Außerdem hat das den angenehmen Nebeneffekt, dass durch diese Praxis die Anfrage sehr schnell zum Auftrag wird“, sagt Manfred Johann. Sein Enkel Sebastian Kirsch (27), seit Jahresbeginn Büronachbar von Tischlermeister und Betriebsleiter Jürgen Paulus (47) in der Arbeitsvorbereitung des Betriebs, sieht seinen Opa ganz vorne, wenn es um das Thema Digitalisierung geht: „Von uns allen drängt er am meisten auf einen eigenen Online-Shop!“

 

Auch bei strukturellen Veränderungen wie der Anschaffung eines auf HOMAG-Technik basierenden „Automatik-Flächenlagers mit teilweise chaotischer Lagerhaltung“ sind sich die mittlerweile drei Generationen des Familienbetriebs einig, dass dies viele Vorteile gebracht hat. „Die Digitalisierung bietet weit mehr Möglichkeiten, als dies zunächst scheint. Früher hatten wir entweder das benötigte Holz auf Lager oder es musste lange im Voraus bestellt werden. Heute kommt der Lkw vom Holzlieferanten jeden Tag und auf die Viertelstunde pünktlich – da können Sie ganz anders planen und den Platz im Lager anderweitig nutzen“, sagt Jürgen Paulus. Und Sebastian Kirsch ergänzt, dass so „Panikbestellungen“ gänzlich wegfallen und der Betrieb einfach effektiver geführt werden kann. Nur ein Beispiel von vielen. Bei der Entscheidung für HOMAG-Maschinen und -Software spielt auch das Thema Wartung und Ersatzteilservice „Just in time“ eine große Rolle – sowohl bei der Firma Johann als auch

bei der Schreinerei von Peter Mohr in Saarbrücken-Ensheim.

 

„Es ist einfach gut und alles klappt, so wie man sich das als Kunde vorstellt“, sagt Peter Mohr, der selbst ein eher zwiespältiges Verhältnis zum Thema Digitalisierung hat. Der 48-jährige dreifache Familienvater hat in seinem Betrieb, den er mit drei Gesellen seit 21 Jahren führt, zwar modernste HOMAG-Maschinen wie eine liegende Plattensäge, eine CNC-Fünfachs-Fräse, einen Kantenanleimautomat und eine Zylinderschleifmaschine, was er

bewusst aber nicht hat, ist eine Homepage für seinen Betrieb. „Und Whats-App, Facebook und Co. stehe ich auch sehr kritisch gegenüber, da bin ich sehr zwiegespalten“, wie Mohr unumwunden zugibt.

 

Würde er einmal mit HOMAG-Mitarbeiter Alexander Lindner (zuständig für Technical Sales Software) reden, könnte sich das womöglich ändern. Nach seinem Dafürhalten läss sich der Einstieg für Handwerksbetriebe in die drei Stufen Vernetzung von Büro und Produktion, automatisierte Datengenerierung und Optimierung der Produktionsprozesse einteilen (siehe Info auf Seite 20). Doch nicht jeder in der Branche setzt auf HOMAG-Produkte. Raphael Haas beispielsweise, der seinen Familienbetrieb in Elm mit 20 Mitarbeitern schon früh in Richtung Digitalisierung getrimmt hat, sieht die HOMAG-Maschinen eher für die Massenfertigung geeignet: „Bei uns ist Losgröße eins ideal, deshalb haben wir andere Anforderungen an den Maschinenpark und setzen deshalb auf selbst gefundene Lösungen anderer Hersteller.“ Außerdem vergleicht er die HOMAG-Welt mit dem IT-Riesen Apple: „Einmal drin, ist es schwer wieder rauszukommen, weil eins aufs andere aufbaut – das ist nichts für uns!“

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