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Erst Uni, dann Lehre, schließlich Meister, jetzt Chef

Die Schreinerei Bauer in Lebach bringt immer wieder Top-Auszubildende mit dann hervorragenden Karrierechancen hervor, wie das Beispiel Giacomo Micheli zeigt. Der 28-Jährige ist dabei, mit seinem

ehemaligen Chef Thomas Bauer eine neue Firma hochzuziehen.

Preisfrage: In welchem Ort sollte wohl jemand wohnen, der sich trotz und nach eines Architekturstudiums bewusst für eine Schreinerlehre entschieden hat, diese gerne und gut abgeschlossen hat, schließlich mit ähnlicher Bravour Schreinermeister wurde und jetzt Chef einer neuen Küchenbaufirma ist? Richtige und einzig

mögliche Antwort: Holz! Gemeint ist der gleichnamige Ortsteil von Heusweiler – unweit von Lebach.

 

Und in Lebach ist die Schreinerei Bauer beheimatet, die vor 15 Jahren von Thomas Bauer gegründet wurde und seither zwölf Auszubildenden hervorgebracht hat. Weil, ja weil es eine Herzensangelegenheit des 38-Jährigen ist. Der großgewachsene Schreinermeister ist fest davon überzeugt, dass Ausbildung sein muss und dass dieser schöne Beruf nur eine Zukunft hat, wenn sich genügend junge Menschen für das filigrane Holzhandwerk begeistern lassen. „Ich möchte jungen Menschen Mut

machen, einen Weg zu finden, der sie in einem ganzen Arbeitsleben erfüllt“, sagt der verheiratete Familienvater und stellt die berechtigte Frage: „Was wäre die Welt ohne Handwerk? Und vor allem: Wie wird es in Zukunft?“ Thomas Bauer plädiert dafür, „einfach mal zehn Jahre weiterzudenken“.

 

„Die Ausbildungszahlen im Handwerk gehen immer weiter zurück. Dies könnte heißen, dass in zehn oder 15 Jahren hoch studierte 40-jährige Akademiker Schwierigkeiten haben, einen Arbeitsplatz zu finden und bei einer Leistung, egal ob Reparatur oder individuelle Neuanschaffung für ihr Eigenheim oder Mietobjekt, eine Ewigkeit auf einen 70-jährigen (oder noch älteren) Handwerker warten. Sie müssen nur die Augen öffnen und sie werden erkennen, dass die Vorhersage mehr als wahrscheinlich ist. Handwerk hat goldenen Boden. Ich denke, dieser Satz war noch nie aktueller als heute. Ich spreche hier für das gesamte Handwerk. Jeder der sein Handwerk versteht, wird in Zukunft mit Kusshandvon Unternehmen empfangen und wird keine Probleme haben, seinen Lebensunterhalt sicher zu verdienen. Das müssen junge Menschen einfach wissen! Aus diesem Grund bilden wir aus!“

 

Sagt einer, der gerade mit seinem ehemaligen, eben aus Holz stammenden Lehrling Giacomo Micheli zusammen eine neue Firma gegründet hat, die Micheli Küchen GmbH mit Sitz in der Schreinerei Bauer. Thomas Bauer sieht diesen Tatbestand nicht zuletzt als Zeichen dafür, dass der Wert einer guten Ausbildung gar nicht hoch genug angesehen werden kann.

 

Doch die Geschichte ist weit vielschichtiger und geradezu mustergültig spannend für eine Idealkarriere im Wohnhandwerk. Giacomo Micheli wollte eigentlich Produktdesigner für die Autobranche werden, dann sollte ein Architekturstudium folgen, während dessen Verlauf der junge Mann gemerkt hat, dass ihm das alles zu theoretisch war. Also bewarb sich der junge Architekt als Schreinerlehrling und heuerte schließlich bei der Schreinerei Bauer in Lebach an. Dass er kein schlechter war, wurde schnell klar. Nicht zuletzt deshalb, weil er 2016 den Leistungswettbewerb im saarländischen Tischlerhandwerk gewinnen konnte. Durch diesen Erfolg qualifizierte er sich für die deutschen Meisterschaften im Tischlerhandwerk und machte dann seinen Meister. Eben mit Bravour als Jahrgangsbester und einem sehenswerten Schlagzeug als Meisterstück.

 

„Schon in der Meisterschule wurde mir klar, dass ich mich selbständig machen möchte. Nur mit der Finanzierung ist das so eine Sache. Wenn man eine neue Schreinerei aufmacht oder eine übernimmt, hat man gleich Hunderttausende an Schulden und trägt somit ein hohes Risiko. Nicht zuletzt deshalb bin ich einen anderen Weg gegangen und habe zusammen mit meinem ehemaligen Chef die Micheli Küchen GmbH gegründet.“ Küchen bauen wollte er schon immer und diesen Traum kann er sich jetzt unter dem Dach der Schreinerei Bauer erfüllen. Mit ordentlichem Aufwand wurde dort in einem ehemaligen Gerümpel-Speicher ein ansehnlicher Showroom, der neue Firmensitz, installiert. Giacomo Micheli hält 70 Prozent der Anteile, Thomas Bauer den Rest. Dieses Modell hat nur Vorteile – für alle Beteiligten und sollte Schule machen.

 

„Alles ist noch im Aufbau und dennoch haben wir schon Kunden, weil die Schreinerei Bauer, die bislang keine Küchen angeboten hat, jetzt auch Kunden mit Küchenwunsch vermitteln kann, und ich als unbekannter Jungunternehmer schon jetzt ordentlich zu tun habe“, sagt der 28-jährige Holzer und macht keinen Hehl daraus, dass er es sehr zu schätzen weiß, dass er durch dieses Modell die nötige Gelassenheit gewonnen hat, um alles Schritt für Schritt vernünftig aufzubauen.

 

Ein Mustermodell, das übrigens besonders die digitalen Vertriebsmöglichkeiten nutzen möchte. Thomas Bauer und sein neuer Partner sind sich nämlich sicher, dass gut gemachte Internetseiten sehr wohl „verkaufen können“. Die von ihnen genannten Beispiele sind beeindruckend.

 

Gleiches gilt übrigens auch für das Suchen und Finden von Lehrlingen: „Ich hatte noch nie Probleme, einen guten Azubi zu finden und ich bin mir sicher, das hängt vor allem auch mit der Außendarstellung meines Betriebs zusammen“, sagt Thomas Bauer, der für diese, auch auf soziale Netzwerke gemünzte Aussage von seinem neuen Kompagnon ein zustimmendes und vielsagendes Nicken erntet. Wohl dem, der solche Geschäftspartner findet…

 

Mehr Infos:

Schreinerei Bauer GmbH,

Inhaber Thomas Bauer,

Rennbahnstraße 1,

66822 Lebach,

Telefon 06881-936822,

E-Mail info@premium-schreiner.de,

www.premium-schreiner.de

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