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Hoher Besuch in Von der Heydt

Ministerpräsident Tobias Hans haben bei seinem Besuch in Von der Heydt die Digitalisierungsfortschritte in der Schreinerlehrwerkstatt sehr beeindruckt. Neuwahlen bei der Mitgliederversammlung bestätigen den Vorstand im Amt.

Bildnachweis: Astrid Karger

Bildnachweise: HKH Saar

Bildnachweis: Astrid Karger

Volle Hütte in Von der Heydt. Das ist schön zu sehen – und kommt nicht von ungefähr: Der Ministerpräsident gibt sich die Ehre. Vor der gemeinsamen Mitgliederversammlung von Schreinerfachinnung und Wirtschaftsverband Holz und Kunststoff Saar nimmt sich der junge CDU-Politiker Zeit für einen exklusiven Rundgang durch die Schreinerlehrwerkstatt. Der 41-Jährige ist pünktlich, freundlich, behänd und eloquent – und nicht nur gespielt wissbegierig an diesem Abend. Das Ausbildungszentrum der Schreiner soll ja mit Millionenaufwand modernisiert und zukunftsfähig gemacht werden, da will sich der Regierungschef natürlich selbst ein Bild machen. Schließlich sollen er und die Landesregierung das Großprojekt nicht nur wohlwollend prüfen, sondern auch finanziell angemessen unterstützen. Und das sieht inzwischen sehr gut aus, ist doch der CDU-Mann aus dem 1.000-Einwohner-Örtchen Münchwies sichtlich angetan von den bereits umgesetzten Digitalisierungsfortschritten im Ausbildungszentrum der Schreiner. Ausbildungsmeister Patrick Primm führt Tobias Hans an der HOMAG Venture 316M die hohe Kunst der CNC-Maschine vor: Heraus kommt dabei nach sechsminütigem Getöse ein ansehnliches Brettchen mit der schematisch eingefrästen Außensilhouette der Schreinerlehrwerkstatt in Von der Heydt – plus dem schön eingravierten Namen des hohen Gastes. Ein würdiges Erinnerungsgeschenk! Der geschäftsführende Vorstand, Raphael Haas, Peter Dincher und Verbandschef Karl Friedrich Hodapp, der bei der anschließenden Mitgliederversammlung geschlossen und einstimmig wiedergewählt wird, erklärt beim Rundgang zusammen mit Verbandsgeschäftsführer Michael Peter anschaulich die Neuerungen (siehe auch Bericht auf den Seiten 20 bis 22) und vergisst auch nicht zu erwähnen, was sich noch alles ändern soll. Der CDU-Landesvorsitzende nickt angesichts der sehr durchdachten Langfristplanungen wohlwollend – und stellt an passender Stelle die richtigen Fragen eines gut vorbereiteten Laien.

Die Zukunftsplanung ist natürlich auch Thema bei der anschließenden Mitgliederversammlung, die mit der gewohnten Routine, unbeanstandeten Jahreszahlen und illustren Gästen über die Bühne geht. Erfreulich, dass sich zum Ministerpräsidentenbesuch auch geschlossen die Spitze der saarländischen Handwerkskammer eingefunden hat und in Person des Kammerpräsidenten Bernd Wegner auch nicht mit Lob spart, ob der guten Zusammenarbeit und der aussichtsreichen Zukunftsaussichten.

Auf diese geht in seiner Rede, die an diesem Abend besondere Beachtung erhält, auch der alte und neue Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit im Verbandsvorstand ein. Raphael Haas gibt erstmals in dieser Ausführlichkeit Einblicke in die komplizierte Arbeit hinter den Verbandskulissen: „Zur Öffentlichkeitsarbeit gehört selbstverständlich eine intensive Lobbyarbeit. Diese zeigte sich gerade in den letzten Wochen und Monaten bei zahlreichen Kontakten mit der saarländischen Landespolitik. Begonnen hat dies vor nicht ganz einem Jahr mit unserem Frühjahrsempfang mit Staatssekretär Jürgen Barke vom Wirtschaftsministerium und wurde jetzt Anfang dieses Jahres mit Besuchen, unter anderem von Minister Reinhold Jost und Ministerin Monika Bachmann, auf Innungsveranstaltungen fortgesetzt. Man darf es auch ruhig sagen: Beide Minister waren spontan begeistert vom herzlichen Empfang durch die Mitglieder und dem Engagement auf Innungsebene. In beiden Fällen erfolgten Einladungen zu weiteren Gesprächen und Aktivitäten. So werden wir Minister Jost zu unserem nächsten Gesundheitstag in Von der Heydt einladen und Ministerin Bachmann hat uns zu einem Salongespräch zum Thema Bestattungswesen eingeladen. Gerade in letzterem Fall versprechen wir uns Verbesserungen für unsere Bestatter durch eine Novellierung des Bestattungsgesetzes und durch Veränderungen bei der Sozialbestattung."

Haas weiter: „Nicht unerwähnt lassen wollen wir auch den Besuch von Finanzminister Peter Strobel in unserer Lehrwerkstatt (siehe Text auf Seite 10). Im Gespräch im kleinen Kreis trafen wir auf großes Verständnis für unsere Wünsche einer finanziellen Förderung bei der Modernisierung unserer Ausbildungsstätte. Diese Modernisierung haben wir auch schon in Eigenregie in puncto schnelles Internet und moderne Serverarchitektur realisiert und konnten Anfang des Jahres mit großzügiger Unterstützung des Bundes durch eine 90-Prozent-Förderung wertvolles digitales Equipment anschaffen. Davon können Sie sich heute selbst einen Eindruck verschaffen: Sie finden auf Ihrem Tisch kleine Produkte, nämlich Einkaufschips aus Holz mit unserem Logo und einem QR-Code, angefertigt mit unserem Laser, und das Gleiche aus Kunststoff, hergestellt mit einem unserer neuen 3-D-Drucker. Das alles soll einfließen in die Aus- und Weiterbildung unseres Nachwuchses. Wir haben hier die sichere Erwartung der vollen Unterstützung durch die saarländische Landesregierung und auch der Handwerkskammer für eine weitere Modernisierung, dann in einem etwas größeren Stil und auch in baulicher Hinsicht.

Ein weiterer Aspekt unserer Öffentlichkeitsarbeit – und mit Sicherheit der erfolgreichste – ist die Etablierung unseres Verbandsmagazins „Wohnhandwerker“. Wir geben jetzt im sechsten Jahr in eigener Regie das Magazin mit einer Auflage von 1.750 Exemplaren heraus, verteilt an alle Schreiner, Baufertigteilmonteure, Raumausstatter und Parkettleger im Saarland und darüber hinaus an Baubehörden, Bauträger und Architekten und andere interessierte Kreise. Die Besonderheit des „Wohnhandwerker“ ist, dass wir nicht nur für unsere Betriebe berichten, sondern vor allem auch über unsere Betriebe. In Zeiten, in denen Print immer mehr unter Druck steht, hat sich unser Magazin zusammen mit dem gleichnamigen Internetauftritt als wertvollster Imageträger für unseren Verband und vor allem auch für die Mitgliedsbetriebe etabliert. Nebenbei: Wir haben in den letzten fünf Jahren auch alle unsere Internetauftritte, das sind immerhin sechs verschiedene, erfolgreich auf ein neues Redaktionssystem umgestellt und so zukunftssicher gemacht.“

Auch Gastredner Bernd Wegner greift in seinen Ausführungen das Thema Öffentlichkeitsarbeit auf und verweist auf die generell immer noch schwierige Imagelage des Handwerks – und geht in die Offensive: „Was immer wieder vergessen wird, wir Handwerker sind Treiber, Ideengeber und Umsetzer.“ Einmal so richtig in Fahrt, will er ein für allemal klarstellen, dass „das Handwerk alles andere als rückständig ist“. Im Gegenteil: „Wir gehen die Herausforderungen der Zukunft mit Nachdruck an.“ Er schließt seine Rede mit einem Fazit in Richtung Publikum: „Gut, dass es Euch gibt!“ Ehrlicher Applaus der anwesenden Wohnhandwerker. Seinem Parteifreund Tobias Hans gibt Wegner noch den Hinweis mit auf den Weg, dass er und seine Regierung doch bitte nicht nur an die Uni, sondern auch an das Handwerk denken sollen.

Der Ministerpräsident lässt wiederum erkennen, dass er nicht nur verstanden hat, dass der Akademisierungswahn unweigerlich in eine gesellschaftliche und wirtschaftliche Sackgasse führen muss, sondern dass er auch gewillt ist, aktiv etwas dagegen zu tun. Dazu gehört etwa das Ziel, dass Meisterkurse auf Sicht – wie jetzt schon der Besuch der Universitäten – für die Absolventen kostenfrei bleiben. Nicht nur dafür verspricht er unter dem Applaus des Wohnhandwerker-Auditoriums „eine schnellere und agilere Politik“ – so etwa die beschleunigte Prüfung von Bauanträgen. Seine Argumente zielen immer wieder in Richtung „Flexibilität“ in der Politik. Unendlich wichtig für die Unternehmen im Saarland ist, dass sie begreifen, welch grandiose Möglichkeiten die viel beschworene Digitalisierung doch mit sich bringen kann – wenn man sie ernst nimmt und als Unternehmer auch annimmt: „Wir haben es hier mit einer ganz großen Chance für unser Land zu tun und ich werde alles dafür tun, dass das Saarland führend in Sachen Digitalisierung in Deutschland wird.“ Tobias Hans lässt mit seinen wohlwollend aufgenommenen Appellen erkennen, dass er vor lokalpatriotischem Ehrgeiz brennt und auch den Weg kennt, wie er das Land voranbringen kann. So war der Besuch des jungen Ministerpräsidenten beim jetzt 80-jährigen Verband in der Modernisierungsphase ein Motivationsschub für alle Beteiligten.

Anschließend wird in einer Gedenkminute für Mathias Naumann getrauert (siehe auch Seite 23), ein neues Förderkreismitglied begrüßt (Lackhersteller Adler), die Gesellen der Winterprüfung geehrt sowie Vorstand und Geschäftsführung in Sachen Jahresbilanz entlastet und neu gewählt: neben dem geschäftsführenden Vorstand auch die Beisitzer Patrick Sander, Alexander Kempf sowie der bisherige Kassenprüfer Bernhard Gasper. Martin Dejon und Peter Zimmer sind die neuen Prüfer. Schlussapplaus für einen gelungenen Lobbyabend in Sachen Wohnhandwerk der Zukunft.

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Das Magazin erscheint sechs Mal jährlich und erreicht rund 800 Wohnhandwerker-Betriebe und 500 Architekten, Ingenieurbüros und Bauträger sowie weitere am Wohnhandwerk interessierte Gewerbetreibende. Die Auflage beträgt 1500 Exemplare. 

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