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2 x 50 Dienstjahre

Der Saarbrücker Sparkassen-Chef Hans-Werner Sander und der geschäftsführende Gesellschafter der HEES + PETERS GmbH in Trier, Elmar Blasius, haben einiges gemeinsam. So sind beide jeweils 50 Jahre bei ihren Unternehmen tätig – von der Lehre bis zur Rente. Eine Würdigung hoch zwei!

Bildnachweise: Sparkasse Saarbrücken / Helmut Scheuer & inplan-media

Können ein Bänker und ein Händler viele Gemeinsamkeiten haben, obwohl sie doch so unterschiedlich sind? Können sie! Sowohl Hans-Werner Sander als auch Elmar Blasius hatten von Anfang an gewichtige Förderer in ihrem Umfeld, die es ihnen ermöglicht haben, Karriere zu machen. Beide sind ununterbrochen 50 Jahre in ihren Unternehmen tätig, was mehr als ungewöhnlich ist. Beide sind Partner der saarländischen Wohnhandwerker geworden und beide gehen nächstes Jahr in den wohlverdienten (Un-)Ruhestand. Das wichtigste aber: Beide erfolgreich gewordenen Herren haben schon zu Beginn ihrer jeweiligen Berufslaufbahn gespürt, dass sie mehr wollen, als nur Mitläufer zu sein. Und beide hatten jeweils nur einen Krankenschein in 50 bewegten Jahren. Aber der Reihe nach.

Es war die Zeit, als man entweder – von der Volksschule kommend wie Elmar Blasius – mit 14 eine Lehre anfängt oder als Realschulabsolvent mit knapp 16 Jahren bei der Sparkasse anfängt, wie Hans-Werner Sander. Beinahe wäre es bei diesem anders gekommen, denn sein Vater, bei Röchling in Völklingen als Elektriker arbeitend, hatte den Filius überredet, sich dort um eine Lehrstelle zu bewerben. Nach bestandener Aufnahmeprüfung folgte alsbald der Lehrvertrag, der auch schon unterschrieben war. Da Hans-Werner Sander aber schon immer seine Mutter zur Sparkasse begleitet hat und ihm dort die feine Kleidung der Bänker und die propere Umgebung imponiert haben, wollte er sich auch dort bewerben, was ebenfalls geklappt hat. Plötzlich hatte er zwei Optionen und war sehr froh, dass der Vater ihm nicht böse war, dass er lieber zur Sparkasse wollte. Das war am 1. September 1970. Genau einen Monat zuvor hat Elmar Blasius seine Stelle beim Trierer Fachhandelsgeschäft für Handwerker HEES + PETERS angetreten. Quasi aus dem gleichen Grund wie Hans-Werner Sander: Eigentlich wollte er wie sein buchbindender Bruder als Drucker arbeiten, die tendenziell schmutzige Umgebung wollte er nach einer Besichtigung dann doch lieber nicht. Deshalb HEES + PETERS. „Das war kurios, ich kam mit meiner Bewerbung in die Firma, Heinz Peters ging mit mir durch den Betrieb und keine zehn Minuten später hatte ich meinen von ihm unterschriebenen Lehrvertrag in der Tasche – und einen ewigen Förderer.“ Fürwahr ungewöhnlich, aber schön!

80 Kilometer weiter südlich sollte Hans-Werner Sander bei seiner ersten Station in der Filiale Saarbrücken- Gersweiler auf seinen ausdauernden Förderer treffen, der ihm später einen Aufstieg bis an die Spitze der Sparkasse Saarbrücken mit heute 1.200 Mitarbeitern ermöglichen sollte.

Doch was sind die ungewöhnlichsten Förderer, wenn man selbst nicht den nötigen Ehrgeiz zum Aufstieg mitbringt. Dieses Problem hatten weder Elmar Blasius noch Hans-Werner Sander. Im Gegenteil. Beide erzählen unisono, dass ihnen von Anfang an keine Überstunde zu viel war, kein Weg zu weit und keine Frage zu dumm. Das ist das Holz, aus dem gestaltungswillige Führungskräfte geschnitzt sind.

Apropos Holz. Das Steckenpferd im Riesensortiment von HEES + PETERS waren für den bald 65-jährigen in Trier immer die Großmaschinen für Schreiner, wie er sagt. Und der perfekte Kundenservice. Wobei wir wieder bei einer Gemeinsamkeit der beiden Jubilare wären: Hans-Werner Sander war von Anfang an auf Vertrieb programmiert, was bei seiner zweiten Station in Auersmacher dazu geführt hat, dass er nach Einführung des Girokontos Klinken geputzt und die potenziellen Kunden in ihren eigenen vier Wänden davon überzeugen konnte, Kunde der Sparkasse zu werden. Das blieb seinen Chefs und seinem Förderer nicht verborgen und so sollte er rasch Karriere machen beim größten Sparkassen-Institut des Saarlandes: Filialleiter in Auersmacher, dann Besuch des Sparkassen-Lehrinstituts mit dem Abschluss des diplomierten Sparkassenbetriebswirts. Und eigentlich sollte er zum Ausbildungsleiter berufen werden, eine Ehre. Eigentlich. Doch Hans-Werner Sander sollte seinen Chef vor den Kopf stoßen: „Das mache ich nicht!“ Er wollte lieber Vertrieb und glänzte ein ums andere Mal mit entsprechenden Konzepten. So wurde ihm zunächst die Filialdirektion in Püttlingen und später in Völklingen zuteil. Im gleichen Jahr wurden zwei Vorstände abberufen, was dem Daueraufsteiger 1996 zuerst den Posten des stellvertretenden Vorstandsmitglieds einbringen sollte, der 2001 in eine ordentliche Mitgliedschaft im Vorstand der Sparkasse Saarbrücken umgewandelt wurde.

2007 schließlich sagt sein ewiger Förderer Dieter Klepper: „Mein Nachfolger kannst nur Du werden.“ Und so kam es, wie es kommen musste, Hans- Werner Sander wurde Vorstandschef der Sparkasse Saarbrücken und später noch Landesobmann aller Sparkassen im Saarland. Eine lupenreine Sparkassenkarriere, die am 31. Juli 2021 mit dem Renteneintritt ihr Ende nehmen wird. Kann so ein Workaholic dann eigentlich auch ganz ohne Sparkasse, Lehman-Pleite, Griechenland-Krise, Niedrigzins, neue regulatorische Daumenschrauben, IT- und Digital- Offensive – von den Corona-Herausforderungen ganz zu schweigen? Hans- Werner Sander lacht und nimmt einen tiefen Zug aus seiner Filter-Zigarette: „Ein klares Ja! Ich werde mich nie langweilen und habe noch viel vor. Gerne werde ich mich bei der Caritas und in unserer Kirchengemeinde noch mehr engagieren, wenn ich mehr Zeit habe. Und stellen Sie sich vor, ich bin handwerklich nicht ganz unbegabt. Ich habe unser Haus in Völklingen selbst gebaut und werkle gerne in unserem großen Garten. Außerdem mache ich das Holz für unseren Kachelofen selbst und muss zwei Oldtimer-Traktoren sowie einen Unimog in Schuss halten.“ Besonders aber die Erfüllung eines großen Traums liegt dem passionierten Camper am Herzen. Gerne würde er mit seiner Frau im Wohnmobil vier Wochen zum Nordkap zu fahren. Wahrscheinlich 2022. Außerdem möchte sich der leidenschaftliche Modelleisenbahnbauer eine zweite, dann barrierefreie Anlage im Kellergeschoss seines Hauses bauen. Okay, wir glauben ihm, dass Langeweile für ihn ein Fremdwort ist.

Und für Elmar Blasius? Der wird mit dem Ruhestand ebenfalls keine Probleme haben, wobei er ab dem 1. Januar 2021 nicht mehr in sein Geschäftsführerbüro im Hause HEES + PETERS, sondern in sein „Gesellschafterbüro“ kommen wird, wie er sagt. Wie oft, darüber will er nicht ernsthaft spekulieren, was folgenden Hintergrund hat: Der dann 65-Jährige kommt „täglich um 6.15 Uhr pfeifend in die Firma, auch samstags“. Und das war schon immer so. Weil er sich tief verbunden fühlt – mit seinem Unternehmen, seinen Mitarbeitern und vor allem auch seinen Kunden. Für einen Geschäftsführer ungewöhnlich war er in turbulenten Übernahmephasen, von denen es mehrere gegeben hat, Betriebsratsvorsitzender, was nicht nur ein cleverer Schachzug war, um unkündbar zu werden. Und auf was ist er in seiner langen Karriere besonders stolz? „Dass meine Frau und mein Sohn im Betrieb arbeiten, dass ich mit Michael Lehnen einen Nachfolger gefunden habe, dass ich immer die Nähe zu den Innungen gesucht habe und dass wir auf einem guten Weg sind, bis 2025 den Umsatz über unseren neuen B2B-Shop um 25 Prozent hochzuschrauben. Auch dass wir Kunden aus Belgien gewinnen konnten, werte ich als persönlichen Erfolg.“

Und seine Aktivitäten im (Un-)Ruhestand? „Ich spiele leidenschaftlich gerne Posaune, bin im Lions-Club aktiv, baue meiner Frau und mir in naher Zukunft einen altersgerecht barrierefreien Bungalow und träume von Enkelkindern sowie von Reisen nach Madeira und auf die Kanarischen Inseln.“ Klingt gut und wie immer durchdacht bei ihm.

Bei allen Gemeinsamkeiten zwischen Hans-Werner Sander und Elmar Blasius gibt es doch einen gravierenden Unterschied: Während Sander gerne raucht, wusste sein Mit-Jubilar schon nach dem ersten Paff-Versuch mit 16: „Das ist nix für mich!“

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