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Der Schreiner trägt Prada, denkt global und handelt lokal

Mit der JORU Holzmanufaktur wollen die Schreinermeister Florian Jost und Lothar Ruhland ihr Unternehmen umkrempeln und neu durchstarten. Im Aufbau ist ein neuartiger Vollholzhandel für Kollegen und Privatpersonen, der nachhaltig, nachvollziehbar und transparent sein soll.

Es klingt zunächst wie eine fixe Idee und überhaupt nicht nach einer Marktlücke: Holzhandel, etwas wertiger ausgedrückt „Holzmanufaktur“. Hört sich zwar edel an, aber war da nicht was? Ist der Markt nicht hart umkämpft und von einigen wenigen Playern in der Region beherrscht? Gab es in den vergangenen Jahren nicht einen regelrechten Aderlass an traditionellen Holzhändlern – gerade im Saarland? Stimmt, genauso ist es. Und dennoch haben die Schreinermeister Florian Jost (35) und Lothar Ruhland (65) eine Qualitäts- und Nachhaltigkeitslücke entdeckt und zusammen mit den neuen Möglichkeiten von Globalisierung und Digitalisierung ein Konzept entwickelt, das sich dann doch wie die Schließung einer bislang klaffenden Marktlücke anhört.

Die Geschichte dahinter geht so: Lothar Ruhland hat in seiner langen Karriere mit der Bestellung von Vollholz beim Holzhändler seiner Wahl so seine Erfahrungen gemacht. „Eigentlich kauft man immer die Katze im Sack und hat deshalb als Schreiner, der nach den ästhetischen Wünschen seiner Kunden Möbel machen soll, fast immer Reklamationen. Eine Quote bis geschätzt 95 Prozent. Das macht keinen Spaß und es ist fast unmöglich, zugesagte Termine einzuhalten. Das hat ihn und seinen Kompagnon Florian Jost auf die Idee gebracht, einen etwas anderen Vollholzhandel aufzuziehen. Dieser soll nachhaltig, nachvollziehbar und transparent und sowohl für Schreinerkollegen als auch Privatpersonen offen sein. Florian Jost fasst die Philosophie hinter der Idee zusammen: „Der Gedanke hinter der JORU Holzmanufaktur ist, unseren Kunden hochwertiges Massivholz aus unserer heimischen Region zu verkaufen. Wir selbst haben die Erfahrung gemacht, dass uns häufig Holz ungeklärter Herkunft aus Osteuropa angeboten wurde. In unseren heimischen Wäldern findet sich eine Fülle von Hölzern höchster Qualität, die oftmals zu Brennholz verarbeitet werden oder gar ungenutzt im Wald verrotten. Neben unseren einheimischen Hölzern importieren wir auch Stammholz aus Westaustralien. Die australische Holzwirtschaft hat schon auf Nachhaltigkeit Wert gelegt, als das noch in vielen anderen Teilen der Welt überhaupt kein Thema war. Australien weiß auch heute seine natürlichen Ressourcen wie kaum ein anderes Land zu schützen.“ Klingt extrem plausibel, was da Ende des Jahres im großen Stil starten soll. Momentan beschafft JORU Unmengen von Holz der beschriebenen Herkunft und Güte. Dieses wird dann gelagert, künstlich getrocknet, aufgeschnitten und penibel nach einem logischen System katalogisiert und schließlich in einen Onlineshop, der unter www.joruholz. de zu erreichen ist, gestellt. Dort gibt es von jedem Brett (!) eine eindeutige Katalognummer und Fotos, sodass die Schreiner eben nicht mehr blind kaufen oder das gewünschte Holz vor Ort in Augenschein nehmen müssen. Ein Alleinstellungsmerkmal, wie die beiden JORU-Geschäftsführer versichern.

Hinzukommt, dass sie die gesamte Produktionskette höchstselbst betreuen: „Vom lokalen Holzeinkauf, über die Verarbeitung bis hin zur Lieferung erhalten unsere Kunden alles aus einer Hand. Wir pflegen einen engen Kontakt zu Förstern, Privatwaldbesitzern und Forstbetrieben und suchen die Hölzer selbst vor Ort aus“, erklärt Lothar Ruhland die Vorgehensweise. „Dies gewährleistet eine lückenlose Kontrolle über Qualität und Herkunft unseres Holzangebots. Unser australisches Holz beziehen wir über einen langjährigen Partner in Westaustralien. Der gesamte Holzbestand in Westaustralien wird von der PEFC-zertifizierten Forest Product Commission (FPC) verwaltet und verkauft. Wir verarbeiten unser Holz so schonend wie möglich und verfügen über alle hierzu notwendigen Maschinen inklusive der Trocknungssysteme.“ Florian Jost gerät ins Schwärmen, als er dies erzählt. Hintergrund ist auch, dass die beiden Geschäftsführer mit ihrer bisherigen JORU Möbelmanufaktur keine Lust mehr auf die ewige Preisdrückerei hatten, die auch in der Schreinerbranche zum Leidwesen vieler Kollegen herrscht. Auch deshalb der Neustart. Geblieben vom alten Geschäft ist eine „Restschreinerei“ und ein Showroom in Saarbrücken, in dem edle JORUEigenkreationen aus besten Hölzern zu bestaunen sind. Das Ganze nennt sich – gemäß den eigenen Ansprüchen – „ATELIER JORU – Feinste Möbel“ und befindet sich in der Kappenstraße 5. Sowohl im Atelier als auch in der Manufaktur gilt als oberstes Gebot: mit Nachdruck nachhaltig! „Unsere Holzstämme kaufen wir ausschließlich von verantwortungsbewussten Waldbesitzern, sowohl regional als auch in Westaustralien. Der Großteil unseres Holzes ist PEFC-zertifiziert. Bei der Verarbeitung entsteht sehr wenig Abfall, denn die Holzreste finden Verwendung als Brenn- oder Schnitzholz“, heißt es auf der Website www.joruholz.de. „Wir begutachten vor dem Aufschnitt jeden Stamm, damit das Holz mit der höchsten Effizienz unter Nutzung der individuellen Maserung auf Maß zugeschnitten wird. Wir können auf Anfrage selbstverständlich auch Wunschmaße zuschneiden und vierseitig hobeln.“ Die geschnittenen Bohlen werden zunächst gestapelt und luftgetrocknet. Je nach Bedarf und Anwendung kann das Holz in Vakuumtrocknern für den jeweils gewünschten Verwendungszweck maschinengetrocknet werden. Jede Holzart verlangt beim Trocknen schließlich unterschiedliche Parameter. Die Vakuumtrocknung reduziert Rissbildung und Verformung des Holzes auf ein Minimum.

Potentielle Kunden können einzelne Bohlen, ganze Stämme oder Stammabschnitte kaufen. „Wenn Sie sich Ihr Lieblingsstück vor Ort persönlich aussuchen möchten, ist dies nach vorheriger Terminvereinbarung auch problemlos möglich“, sagt Florian Jost mit Blick auf seine potentiellen Neukunden. Der Massivholzplatz befindet sich in der Carl-Zeiss-Straße 37 im Gewerbegebiet Saarlouis-Röderberg. Im Onlineshop können Kunden per PayPal, Kreditkarte oder Vorkasse bezahlen. JORU liefert im näheren Umkreis selbst aus und verschickt das gewünschte Holz ansonsten per Spedition direkt zum Kunden. Es sollte schon mit dem Teufel zugehen, wenn aus dieser gut durchdachten Geschäftsidee keine Erfolgsgeschichte wird. Florian Jost jedenfalls hat Anspruch und Ehrgeiz, das kann man alleine schon daran erkennen, dass er im edlen Prada-Blouson seine Gabelstablerrunden auf dem Holzplatz dreht. Man könnte also sagen: Der Schreiner trägt Prada, denkt global und handelt lokal. Auch das ist ein Alleinstellungsmerkmal in der Branche…

Mehr Infos:

JORU GmbH, Geschäftsführung

Florian Jost und Lothar Ruhland

Alfred-Nobel-Straße 9

66793 Saarwellingen

Telefon: 06838-896300

E-Mail: infojoru.REMOVE-THIS.biz

www.joru.biz

www.joru.biz/atelier

www.joruholz.de

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