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Vieles neu im neuen Jahr

Zum 1. Januar 2019 sind in Deutschland zahlreiche Gesetzesänderungen und neue Gesetze in Kraft getreten. Was speziell Wohnhandwerker-Betriebe jetzt wissen und beachten sollten, haben wir in einem Überblick zusammengefasst.

Bildnachweise: inplan-media

Mindestlohn steigt

2019 steigt der gesetzliche Mindestlohn von 8,84 Euro auf 9,19 Euro. Ab 2020 müssen Arbeitgeber dann mindestens 9,35 Euro brutto pro Stunde bezahlen. Auch etliche Branchenmindestlöhne steigen, zum Beispiel im Dachdecker-, Elektro- und Gebäudereinigerhandwerk sowie bei Zeitarbeitern und in der Pflegebranche.

Betriebliche Altersvorsorge:

Arbeitgeber müssen Zuschuss zahlen Viele Arbeitgeber zahlen ihren Angestellten bereits jetzt Zuschüsse zur betrieblichen Altersvorsorge. Ab 2019 wird ein Zuschuss Pflicht, wenn Arbeitgeber durch die Entgeltumwandlung ihrer Mitarbeiter Sozialversicherungsbeiträge einsparen. Der Zuschuss beträgt 15 Prozent des Sparbeitrags, den die Arbeitnehmer durch Umwandlung eines Teiles ihres Gehalts in einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder eine Direktversicherung einzahlen. Wenn also ein Mitarbeiter 3.000 Euro brutto pro Monat verdient und davon 100 Euro in eine Direktversicherung einzahlt, dann spart der Arbeitgeber dadurch 19,43 Euro an Sozialversicherungsbeiträgen. Ab 2019 muss er dem Mitarbeiter 15 Euro zur Direktversicherung zuschießen, sodass dieser 115 Euro in seine Altersvorsorge einzahlen kann. Diese Verpflichtung gilt zunächst für Neuzusagen ab dem 1. Januar 2019, ab 2022 dann für alle bestehenden Verträge. Von dieser Regelung kann allerdings in Tarifverträgen abgewichen werden.

Beitrag zur Arbeitslosenversicherung sinkt

Ab dem 1. Januar 2019 sinkt der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung von 3,0 auf 2,5 Prozent. Da die Beiträge von Arbeitgebern und Beschäftigten jeweils zur Hälfte getragen werden, werden Arbeitgeber um 0,25 Prozent entlastet. Die Senkung auf 2,5 Prozent der Beitragssatz auf 2,6 Prozent.

Steuervorteile für privat genutzte E-Dienstwagen

Wer einen Elektro- oder Hybridelektro- Dienstwagen auch privat nutzt, muss monatlich nicht mehr ein Prozent des Listenpreises als geldwerten Vorteil versteuern, sondern nur noch 0,5 Prozent. Die Regelung gilt für Fahrzeuge, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Dezember 2021 angeschafft oder geleast und extern aufgeladen werden können.

Fahrten zur Arbeit

Die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte werden günstiger. Hier sind seit Januar 0,03 Prozent vom halben Bruttolistenpreis pro Entfernungskilometer anzusetzen. Diese Neuregelung ist auf drei Jahre befristet. Und: Der Kaufzeitpunkt des Wagens ist entscheidend, denn die neue Regelung gilt nur für Autos, die Betriebe ab dem 1. Januar 2019 und vor dem 1. Januar 2022 kaufen.

Strengere Arbeitsplatzgrenzwerte für Baustaub

Die Technische Regel für Gefahrstoffe TRGS 504 regelt, wie mit dem Grenzwert für gefährlichen E-und A-Staub umzugehen ist. Noch liegt dieser bei 3,0 Milligramm pro Kubikmeter. Doch die noch geltende Übergangsfrist läuft aus. Der Gesetzgeber hat beschlossen, den Grenzwert deutlich auf 1,25 Milligramm pro Kubikmeter abzusenken. Seit 2016 gilt unter bestimmten Voraussetzungen, dass der alte Wert von 3,0 Milligramm pro Kubikmeter noch bis 31. Dezember 2018 erreicht werden darf. Ab dem 1. Januar 2019 gilt auf allen Baustellen und für alle Gewerke ein verbindlicher Grenzwert von 1,25 Milligramm pro Kubikmeter für E- und A-Stäube.

Drittes Geschlecht

Nach dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom Oktober 2017 wird es ab Januar 2019 für Intersexuelle ein drittes Geschlecht im Personenstandsregister geben: Neben „männlich“ und „weiblich“ kann dort dann auch „divers“ stehen. Für Arbeitgeber ist das vor allem im Hinblick auf Stellenanzeigen relevant. Wer etwa einen Ingenieur sucht, muss künftig mit der Bezeichnung „Ingenieur (m/w/d)“ inserieren – das „d“ steht für divers. Wer dagegen verstößt, dem könnte nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz eine Strafe wegen Diskriminierung drohen.

Günstigere Telefonate

Telefonate aus dem heimischen Netz ins EU-Ausland sollen 2019 günstiger werden. Das EU-Parlament hat im vergangenen November neue Regeln verabschiedet, wonach Gespräche aus dem eigenen Land in einen anderen EU-Staat nur noch maximal 19 Cent pro Minute kosten dürfen – egal, ob sie vom Handy oder Festnetz-Telefon ausgeführt werden. Die Kosten pro SMS werden auf höchstens 6 Cent beschränkt. Der Rat der EU muss der Regelung noch zustimmen, doch dies gilt als Formsache. Die neuen Preisobergrenzen könnten bereits im Mai 2019 in Kraft treten.

Neue 100- und 200-Euro-Geldscheine

Ab dem 28. Mai 2019 gibt die Europäische Zentralbank neue Geldscheine aus. Die neuen 100- und 200-Euro- Scheine sind mit neuen Sicherheitsmerkmalen ausgestattet, die eine Fälschung erschweren sollen. Außerdem sind sie kleiner als ihre Vorgänger und passen damit besser ins Portemonnaie. Die alten 100- und 200-Euro-Scheine bleiben aber gültig.

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